X – der Modefilm

Countdown. Start in eine unbekannte Welt. Der erste Kontakt. Ein Tanz der Gegensätze wie 1 und 0. 

Isabell

weiß: 

Sport BH: Nike 

Hose: asos

Jacke: Uniqlo

schwarz: 

Kleid: Weekday

Gürtel: Weekday

Regenmantel: asos

 

Bernardo

weiß:

Hose: asos

Jacke: Fila 

schwarz:

Hose: Zara

Pullover: Zara

Weste: Geschwisterliebe

Gesteinsbrocken ragen wie Skulpturen aus dem Boden, werfen ihre Schatten in der Abendsonne. Zwei Wesen begegnen sich. Die Choreografie der beiden Tänzer Isabell Knoop und Bernardo Ribeiro von der Iwanson International School of Contemporary Dance erzählt eine dramatische Geschichte zwischen Zuneigung und Konflikt. Wie die 10 aus zwei Zahlen besteht - im digitalen Code quasi Alles und Nichts, so lebt auch der Film von Gegensätzen: schwarz und weiß, männlich und weiblich, Liebe und Wut. 

 

Am Anfang stand die Idee des Countdowns, des Aufbruchs in unbekannte Ferne. X – das römische Zeichen für die Zahl 10 - ist auch das Symbol des Unbekannten, des Geheimnisvollen, des Unerforschten. Inspiriert davon entwickelte sich die Idee, Mode auf untypische Art und Weise zu präsentieren – tanzend in einer Welt, die fernab der Realität ist. 

 

Während die weißen voluminösen Hosen und die dicken Bomberjacken an Astronautenanzüge erinnern, ähneln die schwarze wirbelnde Regenjacke und die Kampfweste an die Kleidung von Kriegern aus Fantasy oder Computerspiel. Zwar wirken die Outfits der Tänzer sehr stark und präsent, doch gibt Videograf und Regisseur Adrian Kuchenreuther dem Film einen verträumten, surrealen Flair. Die Musik von Jakob Balogh verleiht dem Video mit zarten Streichinstrumenten eine feminine und mit tiefem Bass eine maskuline Note.

 

Das fast schon surreal wirkende Figurenfeld im oberbayrischen Hessental bei Eichstätt eignet sich ideal für unseren Modefilm „X“. Der Bildhauer Alois Wünsche-Mitterecker hat hier mit 78 Plastiken aus Zement, Granit und Basalt ein Mahnmal gegen Krieg und Gewalt geschaffen. 

Text: Marie Engelhardt